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Haushalt muss umgeschichtet werden
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Zehdenick Haushalt muss umgeschichtet werden

Zehdenick muss seinen Haushalt umschichten. Hintergrund ist die Kitabedarfsplanung. Das geplante Geld für die Kita im Liebenwalder Ausbau reicht nicht – der Fehlbetrag muss über einen Nachtragshaushalt nachgesteuert werden.

Alles dreht sich ums Geld.

Quelle: dpa

Zehdenick. Reichlich Geld umschichten muss die Stadt Zehdenick in ihrem Haushaltsplan für das laufende Jahr, will sie mit zwei der größten Projekte weiterkommen. Nachdem die Stadtverordneten kürzlich die Kitabedarfsplanung bis 2020 beschlossen und im Zuge dessen auf die Erweiterung der Kapazitäten drängten, forciert die Verwaltung die Planungen für 54 zusätzliche Plätze am Standort im Liebenwalder Ausbau.

Für diese Planungen waren bislang 50 000 Euro im Haushalt vorgesehen – das reicht, wie sich nun herausstellte, bei Weitem nicht, um die Finanzierung abzusichern. Die Kosten allein für die Planungsleistungen für das neue Objekt beziffert die Verwaltung mit rund 242.000 Euro – es fehlen also 192.000 Euro. Der Fehlbetrag soll über einen Nachtragshaushalt nachgesteuert werden. Als Deckungsquelle schlägt die Verwaltung den Posten, der für die Neugestaltung der Außenanlagen der Exin-Oberschule gedacht war, vor. Darüber entscheiden müssen die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am nächsten Donnerstag. Ähnlich verhält es sich mit den Planungen für die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes. Hier klafft derzeit ein Loch in Höhe von 154 000 Euro. Der Mehrbedarf ergibt sich nach Angaben von Fachbereichsleiter Fred Graupmann aus der aktuellen Baukostenrechnung, die erst seit dem 31. Januar vorliegt und nunmehr das gesamte Baufeld berücksichtigt. Danach braucht es eine Gesamtsumme in Höhe von 604 000 Euro. Die Stadt muss die Gesamtfinanzierung absichern, um das Vorhaben ausschreiben zu können. Deshalb ist es notwendig, aus anderen Haushaltsposten Geld abzuziehen: unter anderem aus den Auszahlungen für das Straßennetz und aus dem Budget, welches für den Grundstücksankauf des Bauhofes gedacht war. Zudem sollen auch hier Planungsmittel für das Projekt an der Exin-Schule umgeschichtet werden. Welche Konsequenzen die Mittelverschiebung für diese Projekte hat, wird bei der Beratung auch Thema sein. Im Zuge der Umgestaltung soll der wüste Abschnitt am Bahndamm verschwinden. Der gesamte Komplex zwischen dem Steindammer Weg und der Eisenbahnstraße soll neu geordnet und als öffentliche Fläche umgestaltet werden.

Von Cindy Lüderitz

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