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Komplizierte Bergung von Lkw auf der A 10
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Fahrzeug drohte in Wald zu rutschen Komplizierte Bergung von Lkw auf der A 10

Ein schwerer Unfall bei Birkenwerder hat am späten Donnerstagabend für einen langen Stau auf der A 10 gesorgt. Ein Lkw ist von der Fahrbahn abgekommen, über die Leitplanke gekippt und droht in den Wald zu rutschen. Der Fahrer wurde verletzt. Noch in der Nacht sollte das Fahrzeug geborgen werden. Es gab einen langen Stau.

Der Lkw drohte in den Wald zu rutschen.

Quelle: Julian Stähle

Birkenwerder. Auf der A 10 zwischen Birkenwerder und dem Autobahnkreuz Oranienburg (Oberhavel) hat sich am Donnerstagabend gegen 19.55 Uhr ein folgenschwerer Unfall ereignet, bei dem ein 40-jähriger Lastwagenfahrer verletzt wurde.

Der Mann hatte aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen mit rund 25 Tonnen Zement beladenen Lkw verloren. Der Sattelzug prallte gegen die Mittelleitplanke, geriet von dort auf die rechte Fahrbahnseite und kippte seitlich über die Leitplanke in die Böschung. Das Fahrzeug wurde von zwei Bäumen gestützt und drohte den Abhang herab in den Wald zu rutschen.

Nach dem Unfall kam es zu einer kurzzeitigen Vollsperrung der Autobahn in Richtung Hamburg. Rund 20 Kräfte der Feuerwehr Birkenwerder und des Löschzuges Borgsdorf waren vor Ort. Sie leuchteten die Unfallstelle aus und reinigten den linken Fahrstreifen, der daraufhin freigegeben werden konnte. „Mehr konnten wir nicht tun, wenn wir uns unter dem Lkw nicht selbst in Gefahr bringen wollten“, sagte Wolfgang Lange, stellvertretender Wehrleiter in Birkenwerder. Auch sei es nicht möglich gewesen, den verbeulten Silo mit dem Zementpulver auf dem umgestürzten Fahrzeug zu entleeren. Der Feuerwehreinsatz wurde deshalb gegen 22.30 Uhr beendet.

Unmittelbar nach den Reinigungsarbeiten wurde der Verkehr wieder einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Dennoch kam es zeitweise zu längeren Staus.

Der Lastwagen muss unter größter Anstrengung geborgen werden.

Quelle: Julian Stähle

Wie die MAZ erfuhr, konnte der Fahrer von hilfsbereiten Autofahrern aus der Fahrerkabine befreit und in Sicherheit gebracht werden. Rettungskräfte brachten den verletzten Mann kurze Zeit später in das Virchow-Klinikum in Berlin. Den Unfallschaden beziffert die Polizei mit rund 210 000 Euro. Außerdem sei eine unbekannte Menge Diesel ins Erdreich gesickert, da in Folge des Unfalls der Tank der Sattelmaschine aufgerissen wurde.

Kräne heben den Lastwagen an.

Quelle: Julian Stähle

Noch in der Nacht ist von Mitarbeitern des Abschleppunternehmens Jänicke mit der Bergung des Lkw begonnen werden. Ziemlich schnell wurde klar, dass zwei Kräne dazu nötig sind. Zu Beginn der Bergungsarbeiten gegen 0.50 Uhr wurde die Richtungsfahrbahn Hamburg erneut komplett gesperrt, sagte Polizeisprecherin Dörte Röhrs. Da sich die Arbeiten gegen 4.20 Uhr als komplizierter als erhofft erwiesen, kam es zu Verzögerungen.

Erst als der Lastwagen am Fahrbahnrand aufgerichtet war, konnte um circa 7 Uhr wenigstens die linke Fahrspur wieder freigegeben werden, so die Polizeisprecherin. Plan sei es gewesen, bis 10 Uhr wieder beide Fahrstreifen zu öffnen. Dies gelang mit geringer Verspätung, sodass die Fahrbahn um 10.10 Uhr wieder vollständig freigegeben werden konnte.

Viele Helfer waren im Einsatz. Bäume sind umgeknickt.

Quelle: Julian Stähle

Von Helge Treichel

Birkenwerder 52.6910604 13.2783281
Birkenwerder
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