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Alles neu im Quartier 8 in Drewitz
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„Makeover“ für die Gartenstadt Alles neu im Quartier 8 in Drewitz

In der Drewitzer Gartenstadt wird ein Block mit 270 Wohnungen saniert – drei Unternehmen ziehen an einem Strang. Es wird schön – und auch ganz anders als vorher.

Sybille Ewert und Peter Krüger freuen sich auf die Modernisierung ihrer Drewitzer Wohnung.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Drewitz. In TV-Sendungen wie „Germany’s Next Topmodel“ hört man den Begriff „Makeover“ alle Nase lang. Ein Makeover bedeutet eine Verschönerung bis hin zum totalen Umstyling. Auch der Plattenbauarchitektur in der Drewitzer Gartenstadt steht so ein Makeover bevor. Am 26. April startet die Sanierung des Quartiers 8. Der Block liegt zwischen der Hans-Albers-Straße und dem Guido-Seeber-Weg einerseits und der Erich-Pommer-Straße und dem Konrad-Wolf-Park andererseits.

Derzeit präsentieren sich die Fassaden des Karrees mit insgesamt 270 Wohnungen noch ganz im Stil der DDR-Wohnbauserie 70. Was in den 1970er- und 80er-Jahren die Mieterherzen höher schlagen ließ, ist mittlerweile längst nicht mehr auf dem neuesten Stand. Bis 2020 soll die Sanierung abgeschlossen sein.

Vor-Ort-Termin im Quartier 8. Vorne: OB Jann Jakobs (SPD, r.) und Carsten Hagenau vom Arbeitskreis Stadtspuren, dahinter Gewoba-Geschäftsführerin Kerstin Kirsch und Pro-Potsdam-Geschäftsführer Bert Nicke.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Dann werden die Häuser auch äußerlich komplett anders aussehen. Die nüchterne graue Kahlheit ist dann Geschichte. Zum Guido-Seeber-Weg und zur Konrad-Wolf-Allee hin prägen dann geschlossene Bänder aus Balkonen die Fassaden. An den Eckgebäuden sorgen neue Aufzüge dafür, dass Wohnungen mit barrierefreiem Zugang entstehen.

Platte im Retro-Look.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Service

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Am Donnerstag gab es einen Vor-Ort-Termin inklusive Foto vom Blumengießen auf einem Testbalkon. Einträchtig hinterm blitzweißen Geländer: Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Pro-Potsdam-Chef Bert Nicke sowie Sebastian Krause, Technischer Vorstand von der Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ und Matthias Pludra, Technischer Vorstand der PWG 1956. Das Besondere an dem Quartier 8 ist nämlich, dass die „Pro“ und die beiden Genossenschaften bei der Sanierung an einem Strang ziehen.

Matthias Pludra, Vorstand PWG 1956, Sebastian Krause, Vorstand Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“, OB Jann Jakobs, Kerstin Kirsch, Bert Nicke (beide Pro Potsdam, v.l.)

Quelle: Bernd Gartenschläger

Von den 270 Wohnungen gehören 170 der kommunalen Immobilienholding. 70 sind im Eigentum der Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ und 30 gehören der PWG 1956. Begleitet worden ist die Kooperation von Carsten Hagenau, Koordinator beim Arbeitskreis Stadtspuren. „Ohne ihn hätten wir diese Kooperation nicht so hingekriegt“, lobte Nicke.

Carsten Hagenau vom Arbeitskreis Stadtspuren.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Als gemeinsames Projekt der drei Unternehmen sollen die Fassadensanierung und die Gestaltung des Hofes gestemmt werden. Die Sanierung in den Gebäuden wird jeweils unter der Regie der Eigentümer erfolgen. Kostenpunkt insgesamt: 23 Millionen Euro. Nach der Sanierung liegen die Nettokaltmieten zwischen rund fünf Euro und 7,80 Euro pro Quadratmeter. 120 Wohnungen sind für Mieter mit Wohnberechtigungsschein gedacht.

Pro-Potsdam-Mieter haben schon ihre Koffer gepackt. Weil ihre Wohnungen ab Juli eine Rundumsanierung bekommen, sind die Mieter in Ausweichquartiere übersiedelt.

Bunte Plakate informieren über die Maßnahme.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Von Ildiko Röd

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