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Mehrere Schüler von Fremden angesprochen
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Potsdam Mehrere Schüler von Fremden angesprochen

Erneut wurden Grundschüler in Potsdam von einem unbekannten Mann angesprochen. In den vergangenen Tagen ereigneten sich mehrere Vorfälle in Babelsberg und Bornstedt. Alle Fälle wurden der Polizei gemeldet. In den Schulen wurde mit allen Schülerinnen und Schülern noch einmal das korrekte Verhalten besprochen.

Mehrmals wurden Kinder in Potsdam auf dem Schulweg von Fremden angesprochen.

Quelle: dpa

Potsdam. In verschiedenen Stadtteilen von Potsdam wurden erneut Kinder auf dem Schulweg von Unbekannten angesprochen. Das bestätigte die Polizei der MAZ am Donnerstagvormittag.

Bereits am vergangenen Montag ereignete sich ein Vorfall in Bornstedt . Ein Fremder hatte einen Elfjährigen im Bereich des Friedhofs angesprochen. Der Schüler war nicht auf den Mann eingegangen und kam wohlbehalten zu Hause an. Am darauffolgenden Donnerstag wurde ebenfalls in Bornstedt eine Neunjährige auf dem Weg zur Schule von einem Mann aus einem Auto heraus angesprochen, ob sie mitfahren möchte. Das Kind verneinte und vertraute sich in der Schule einer Lehrerin an.

In Babelsberg kam es am Montagnachmittag zu einem ähnlichen Fall, als ein sieben Jahre altes Mädchen nach dem Verlassen des Hortgeländes von einem Fremden in der Karl-Liebknecht-Straße angesprochen wurde. Der Mann gab vor, das Kind zu kennen und es nach Hause begleiten zu wollen. Die Zweitklässlerin handelte richtig und ignorierte den Mann. Die Schule hatte mit den Schülern nach einem ähnlichen Fall in Babelsberg zuvor das richtige Verhalten in solchen Situationen besprochen.

Polizei geht jedem Hinweis nach

Von der Polizei wurde in allen drei Fällen mit dem Kind im Beisein der Eltern ein Gespräch geführt, um den Sachverhalt genauer zu klären und um Ermittlungsansätze zu finden. Bisher gehe man davon aus, dass in keinem Fall strafbare Handlungen oder Tätigkeiten stattfanden. Polizeisprecherin Daiana Sawatzki-Koppe erklärte, dass man alle Meldungen dennoch ernst nehme und jedem Hinweis nachgehe.

Auch die Leitungen der betroffenen Schulen wurden informiert und mit allen Schülern während des Unterrichts noch einmal über das korrekte Verhalten gesprochen. „Wir wollen dabei keine Ängste schüren, aber präventiv wirksam werden“, schreibt die Schulleiterin eines betroffenes Kindes von der Regenbogenschule in Fahrland.

Bereits im Februar hatte ein Unbekannter in der Waldstadt II mehrmals Schüler auf dem Heimweg belästigt. Eine Anwohnerin hatte zudem einen verdächtigen Mann gemeldet, der Kinder aus einem Auto heraus beobachtet haben soll. Die Polizei hatte den Bereich der Fontane-Oberschule und des Horts „Zauberwald“ daraufhin vermehrt kontrolliert. Neue Erkenntnisse gibt es laut Polizei in diesem Fall nicht. „Trotz intensiven Ermittlungen konnte bis jetzt kein von den Kindern beschriebener Mann ermittelt werden“, erklärte die Sprecherin.

Von Victoria Barnack

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