Menü
Pflegeplätze fehlen im Potsdamer Norden
Klein Mittel Groß

Land sieht keinen Handlungsbedarf Pflegeplätze fehlen im Potsdamer Norden

In ganz Potsdam herrscht Pflegenotstand. Am wenigsten Plätze gibt es aber im Norden der Landeshauptstadt. Die CDU kritisiert nun, dass das Land das Problem klein rede.

Pflegeplätze sind in Potsdam knapp.

Quelle: dpa

Potsdam. Im Potsdamer Norden ist der Pflegenotstand stadtweit am größten. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Potsdamer Landtagsabgeordneten und CDU-Kreischefs Steeven Bretz hervor. „Es ist eine starke Konzentration der ambulanten Pflegedienste im Süden der Stadt vorzufinden, wohingegen im Potsdamer Norden nur wenige Pflegedienste ansässig sind“, heißt es in der Antwort. Von 29 Pflegediensten in Potsdam befinden sich nur drei im Norden der Stadt. Diese Ungleichverteilung sei bei einem von der Stadt initiierten „ersten Gedankenaustausch“ im Februar mit Pflegediensten und Vertretern der Pflegekassen festgestellt worden. Der Landesregierung sei sich der angespannten Fachkräftesituation in der Pflege bewusst. Dem Land lägen aber keine Erkenntnisse vor, „dass die pflegerische Versorgung in Potsdam nicht sichergestellt ist.“ Gleichzeitig teilt das Land mit: In den 23 Potsdamer Pflegeheimen seien von 1726 Pflegeplätze 183 nicht besetzt. Teils seien die Betten vorübergehend nicht belegt worden, weil nicht genügend Personal da war. Wie berichtet, hatte unter anderem die Volkssolidarität Alarm geschlagen, weil für die Stadt Potsdam mit ihrem steigenden Seniorenanteil nicht genug Pflegekräfte gefunden werden.

Die Antwort der Landesregierung sei widersprüchlich, so Steeven Bretz. „Sie räumt zwar einerseits den Handlungsdruck auch in der Landeshauptstadt ein, redet aber andererseits den Pflegenotstand in Potsdam klein“, so der CDU-Politiker. Die Stadt müsse die Probleme noch deutlicher artikulieren, „denn so wird kein Beistand vom Land kommen“, sagt Bretz.

Von Marion Kaufmann

E-Mail facebook twitter google+WhatsApp
Voriger Artikel: Absage an Jugendclub in der Biosphäre
Nächster Artikel: Ausstellung zur Stadtgeschichte vor Komplettumbau