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Ruhekissen für die Radler
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Heiligengrabe/Kyritz Ruhekissen für die Radler

Die fünfte Etappe der Tour de Prignitz war geprägt von herrlicher Sommerstimmung und vielen kleinen Begebenheiten unterwegs – und von einem siegesgewissen Heiligengraber Tourfeld um den Gemeindebürgermeister Holger Kippenhahn. 814 Teilnehmer gingen für die Gemeinde an den Start.

Einen kurzen Blick auf den Kyritzer Obersee erhaschten die Radler bei Stolpe.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Sein Ruhekissen hatte sich Holger Kippenhahn auf der fünften Etappe der Tour de Prignitz redlich verdient. Beim maritim angehauchten Empfang in Kyritz bekam es der Bürgermeister von Heiligengrabe von seiner Kyritzer Amtskollegin Nora Görke. Dafür hatte er mit seinem Team aus seiner Gemeinde auch ordentlich was getan: Die Wahnsinnzahl von 814 Radlern war in Heiligengrabe losgeradelt, und viele waren begeistert von dem Teilstück, das sehr oft abseits der Hauptstraße über schattige Alleen und Wege durch den Wald verlief, so auf dem Weg vorbei an der Kuckucksmühle in Richtung Grabow, entlang des Kyritzer Obersees hinter Drewen und dann ab Stolpe über Bantikow bis nach Wusterhausen. Die heranziehende Hitze machte sich auf diese Weise nicht zu sehr bemerkbar, und der Fahrtwind tat ein Übriges. Von Seiten des DRK wurde bestätigt, dass die allermeisten Radler damit, von ein paar Ausnahmen abgesehen, sehr gut klargekommen sind. Zwei zusätzliche Trink-Stopps im schattigen Wald taten ein Übriges.

Die Radler passieren Bantikow.

Quelle: Bernd Atzenroth

Allein die Ausfahrt aus Heiligengrabe ähnelte einem Dauerspalier aus Diakonissen, Kita-Kindern und Schülern. In Blandikow wartete Kuchen auf die Radler. Später in Blumenthal waren dann wieder alle Kinder zum Winken auf der Straße. Mit im Feld war diesmal auch die brandenburgische Sozialministerin Diana Golze. Sie konnte teilnehmen, weil durch eine Nachtschicht die Sitzungswoche in Potsdam tatsächlich kürzer war als zunächst geplant. So war denn auch der Wittstocker Landtagsabgeordnete Jan Redmann dabei, genauso wie Ralf Reinhardt, der Landrat von Ostprignitz-Ruppin. Am Start hatte bereits die Wittstocker Rosenkönigin dem Feld ihre Aufwartung gemacht. Ein ganzes Radlerteam machte unterwegs dann Werbung für die Landesgartenschau in Wittstock im Jahr 2019.

Von Heiligengrabe nach Kyritz führte am Freitag die fünfte Etappe der Tour de Prignitz 2017. Die Einwohner von Rosenwinkel empfingen die Radler zur Mittagspause. Ein Kulturstopp folgte später am Wegemuseum in Wusterhausen, wo auch historische Fahrräder ausgestellt waren.

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Ein paar Pannen mehr als bei anderen Etappen hatten die beiden Tour-Fahrraddoktoren zu beseitigen. Das lag an der ein oder anderen Holperpiste, so dem Plattenweg zwischen Wutike und Drewen. Unter anderem machte das Fahrrad eines MAZ-Tour-Reporters schlapp.

Überpünktlich kamen die Radler in Kyritz an, abgekämpft und verschwitzt, aber glücklich, wo sie von klatschenden, jubelnden Spalierstehern empfangen wurden. Diejenigen, die sich nicht sofort auf die Fotos der AOK-Bildergalerie stürzten, die sah man an den Getränkeständen – denn die gestrige war die heißeste Etappe der diesjährigen Tour. Die Percussionisten der „School of Drums“ aus dem gesamten Altkreis Kyritz brachte die Gäste der Etappen-Party dann noch einmal richtig in Schwung, bevor es dann um die Wurst im Kampf um den Tour-Jackpot ging: Beim Städtespiel gegen den Gastgeber aus Kyritz ließ Heiligengrabe von Anfang an nichts anbrennen und gewann souverän alle drei Spiele. Klotzen statt kleckern ist die Devise der Mannen unter Führung von Bürgermeister Holger Kippenhahn, der – wie man munkelt – das neue XXL-Puzzle der VR-Bank heimlich geübt haben soll.

Organisiert wird die sechstägige Rundfahrt von Antenne Brandenburg und der Märkischen Allgemeinen mit Unterstützung der AOK Nordost und der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz.

Unter www.MAZ-online.de/TdP gibt es den aktuellen Tour-Ticker.

Von Bernd Atzenroth

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