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Wölfe beißen 30 Schafe tot
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Kummersdorf-Alexanderdorf Wölfe beißen 30 Schafe tot

Wölfe haben 30 Schafe in Kummersdorf-Alexanderdorf gerissen. Beim Anblick der sieben getöteten Muttertiere und 23 Lämmer war Schäfer Dirk Hoffmann den Tränen nahe. Insgesamt hat er nun bereits 78 Schafe bei Wolfsübergriffen verloren. Aus diesem Grund denkt der gestandene Schäfer darüber nach, seinen Beruf möglicherweise zum Jahresende an den Nagel zu hängen.

Totgebissen: Die bereits für den Abdecker bereitgelegten, von Wölfe getöteten Schafe.

Quelle: foto: Frank Pechhold

Kummersdorf-Alexanderdorf. Wölfe haben in der Nacht zum Donnerstag 30 Schafe auf einer Weide in Kummersdorf-Alexanderdorf gerissen. Wieder waren es Tiere aus einer Herde von Schäfer Dirk Hoffmann. Wie versteinert stand er vor den leblosen Körpern. Beim Anblick der sieben tot gebissenen Muttertiere und 23 Lämmer kämpfte er mit den Tränen. Ein Schaf und ein Lamm waren angefressen, alle anderen mit Bissen in Kopf oder Kehle getötet worden. Freitag kommt der Abdecker und bringt die Kadaver in eine Tierkörperbeseitigungsanlage.

„Eigentlich hatte ich gedacht, dass jetzt erst mal Schluss mit Wolfsübergriffen ist“, so Hoffmann. Er verlor wie berichtet innerhalb eines Jahres bereits 48 Tiere. Erst vor wenigen Wochen bissen Wölfe 18 Schafe in zwei Nächten auf der selben Weide zwischen Saalow und Gadsdorf tot.

Schäfer Dirk Hoffmann: „Langsam wird es existenzbedrohend“

In Kummersdorf-Alexanderdorf sollte ein Elektrozaun die 100 Mutterschafe und 130 Lämmer schützen. „Vermutlich sind die Wölfe über den Zaun gesprungen“, so Hoffmann. Grabespuren habe er auf der Weidefläche, die direkt an die Gadsdorfer „Braconia“-Freizeitanlage grenzt, nirgendwo gefunden. „Langsam wird es existenzbedrohend“, sagt er. Allein bei der jüngsten Attacke sei ihm ein Schaden von rund 5000 Euro entstanden. „Wenn so etwas noch mal passiert, dann muss ich mir wirklich überlegen, ob ich nicht zum Jahresende Schluss mache“.

Von Frank Pechhold

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